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Molekularbiologie/Orthokin
25 10 2005
Bei Orthokin handelt es sich um ein aus Patientenblut hergestelltes, autologes Injektionspräparat zur Behandlung von Arthrose sowie Nervenwurzelirritationen verschiedener Genese. Grundgedanke für die Entwicklung dieser Therapie war die Tatsache, dass Interleukin-1 (IL-1) eine Schlüsselrolle bei Erkrankungen wie Arthrose oder Bandscheibenvorfall spielt. Der biologische Antagonist Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra) greift in den physiologischen Mechanismus dieser Erkrankungen ein.

Interleukin-1-Rezeptorantagonist (IL-1Ra) kommt natürlicherweise im Blut vor. Bei der Herstellung von Orthokin wird dieser Antagonist jedoch in höherer Konzentration produziert und gewonnen. Dazu wird dem Patienten mit einer Spezialspritze Blut entnommen. Nach einer Inkubation bei 37°C werden die im Blut vorhandenen Monozyten zur starken Produktion von IL-1Ra angeregt. Dieses Protein wird anschließend gewonnen, in Ampullen abgefüllt und steht somit als Injektionspräparat für die klinische Anwendung zur Verfügung.